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Baubiologische Richtwerte liegen zur Zeit ausschließlich für Schlafbereiche vor.
Für eine sinnvolle Beurteilung von Wohnraum- und Arbeitsplätzen multiplizieren wir
deshalb die Baubiologischen Richtwerte für elektrische Wechselfelder (NF) mit dem Faktor 10. Zurecht hat die Baubiologie Richtwerte für die einzelnen elektrischen, magnetischen und elektromagnetischen Felder sowie für Strahlungen in Wohn- und Schlafräume festgelegt. Dabei wurde sich strikt an den natürlichen Umweltbedingungen orientiert. Diesen Beurteilungen folgt auch die Gabriel-Objekt-Beratung bei ihrer Interpretation. Eine Ausnahme in der Bewertung ergibt sich jedoch bei den elektrischen NF-Wechselfeldern: Hier wird für den Arbeitsbereich ein jeweils um den Faktor 10 gesteigerter Richtwertwert zugrunde gelegt. Dieses ist darin begründet, dass besonders auf Schlafbereiche, in denen sich der Mensch während des Schlafens in einem anabolen Zustand biochemisch regenerieren muss, möglichst keinerlei biophysikalisch Störungen einwirken sollten. Anders ist es im Wachzustand und besonders dann, wenn man arbeitet oder in Bewegung ist. Der Körper befindet sich in einem katabolen Zustand, Energien werden nur verbraucht und es erfolgen keine Regenerierungen. Daher können in Wohn- und Arbeitsbereichen die elektrischen Wechselfeldwerte (NF) höher sein, ohne dass sie nach unserer Interpretation schon nachhaltig schädigend wirken können. Die erweiterten Gabriel-Richtwerte für Wohnbereiche und Arbeitsplätze:
bieten ein Höchstmaß an Vorsorge. Sie entsprechen den natürlichen Umweltmaßstäben oder dem häufig anzutreffenden und nahezu unausweichlichen Mindestmaß zivilisatorischer Einflüsse. Schwach auffällige Werte: Vorsichtshalber und mit besonderer Rücksicht auf empfindliche oder kranke Menschen sollten Verbesserungen umgesetzt werden, wann immer es geht. Stark auffällige Werte: Aus baubiologischer Sicht nicht mehr zu akzeptieren. Es besteht Handlungsbedarf. Sanierungen sollten bald durchgeführt werden. Neben zahlreichen Fallbeispielen weisen wissenschaftliche Studien auf biologische Effekte und gesundheitliche Probleme hin. Extrem auffällige Werte: Diese Schlafbereiche bedürfen konsequenter und zeitnaher Sanierung. Hier werden teilweise internationale Richtwerte und Empfehlungen für Innenräume und Arbeitsplätze erreicht oder überschritten. Prinzipiell und übergeordnet gilt: 1. Jede Risikoreduzierung ist anzustreben. 2. Richtwerte sind Orientierungshilfen. 3. Maßstab ist die Natur. Die Gabriel-Richtwerte sind erweiterte baubiologische Richtwerte zur Vorsorg. Sie beziehen sich auf Wohnbereiche und Arbeitsplätze. Basierend auf die Quelle: Baubiologie Maes - Freier Sachverständiger für Baubiologie und Umweltanalytik Institut für Baubiologie + Ökologie IBN (SBM-2008) |