Grenzwertanpassung gefordert
09.01.2010 | 12:04 Uhr

Grenzwertanpassung gefordert
Nachweis von genotoxischen Wirkungen in isolierten Säugerzellen nach elektromagnetischer Feldexposition. Ein Vortrag zu "Genotoxischen Wirkungen" in Stavanger , Norwegen, am 17. November 2009.

Von Prof. Franz Adlkofer




Schlussfolgerungen:

Die vorhandenen wissenschaftlichen Forschungsergebnisse zeigen eindeutig, dass die für die Entstehung von Krankheiten relevanten biologischen Wirkungen von EMF unterhalb der geltenden Grenzwerte athermischer Natur sind. Da diese Grenzwerte aber auf der Annahme basieren, dass es athermische biologische Wirkungen überhaupt nicht gibt, ist die einzig mögliche Schlussfolgerung, dass die heutigen Grenzwerte ungültig sind und die Gesundheit des Menschen nicht schützen. Die Reduzierung der Grenzwerte um einen Faktor von bis zu einem Zehntausendstel kann ein erster und leicht zu erreichender Schritt sein, die Intensität der Strahlung den Bedingungen lebender Organismen anzupassen. Langfristig ist es erforderlich, dass eine neue Generation von Grenzwerten weg von den ausschließlich thermischen Wirkungen hin zu biologischen Wirkungen von EMF geschaffen wird. Dies kann jedoch nur in unabhängiger Forschung geschehen. Die Entwarnungssignale der Industrie und ihrer wissenschaftlichen Berater, die eine mögliche Gesundheitsgefährdung von Personen, die EMF unterhalb der Grenzwerte ausgesetzt sind, bestreiten, haben keine wissenschaftliche Grundlage. Deshalb sind weltweit die nationalen Regierungen, die für den Gesundheitsschutz ihrer Bürgen verantwortlich sind, schlecht beraten, wenn sie die geltenden Grenzwerte weiterhin anerkennen und damit die Entwarnungssignale der Industrie bestätigen.


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Quelle:  www.stiftung-pandora.eu


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