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Elektrosmog durch Energiesparlampen (13.11.2009 | 21:04) Die Diskussionen um Energiesparlampen nehmen kein Ende. Eine aktuelle Studie ergab jetzt: Die Lampen strahlen in einer Frequenz, die mit zehn schnurlosen Telefonen in einer Wohnung vergleichbar ist. Während die Strahlenbelastung bei Computerbildschirmen per TCO-Regelwerk zum Beispiel penibel geregelt ist, interessiert offenbar niemanden, dass die neuen Glühbirnen mit 30 bis 60 Kilohertz senden. Das entspricht in etwa der Frequenz von Basisstationen mit mobilen Endgeräten, also schnurlosen Telefonen. Entscheidender Unterschied: Die Telefone sollen strahlen, die Lampen aber nur leuchten. Der verursachte Elektrosmog ist also völlig unnötig. Kann uns das krank machen? Heinrich Eder vom Bayerischen Landesamt für Umwelt: „Bei unserer Studie über die Hochfrequenzbelastung von Energiesparlampen konnten wir keine Überschreitung der Grenzwerte feststellen – die Beeinträchtigung der Gesundheit kann ausgeschlossen werden.“ Aber: Die Lampen im normalen Haushalt wirkten tatsächlich so, als ob man zehn DECT-Basisstationen in der Wohnung stehen hätte. Und Laut Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) haben 30 Prozent der Deutschen Bedenken wegen der allgemeinen Strahlenbelastung. Normalerweise wird Elektrosmog durch Handys, WLAN-Geräte oder Handys verursacht – die Energiesparlampen kommen jetzt noch dazu. Das BfS fordert deshalb mehr Initiative der Hersteller in Sachen Strahlenhygiene. Das könnte am besten mit einer einheitlichen Kennzeichnung für strahlenarme Energiesparlampen funktionieren, damit Kunden schnell erkennen können, ob das Produkt für sie in Frage kommt. Wirken Energiesparlampen als Wachmacher? Dr. Dieter Kunz (48), Chefarzt der Abteilung für Schlafmedizin am St.-Hedwig-Krankenhaus Berlin: „Eine spezielle Wirkung von Energiesparlampen ist bislang nicht wissenschaftlich untersucht worden.“ Klar ist: Rezeptoren im Auge reagieren auf den sichtbaren Blauanteil des Lichts, steuern so mit die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin. Sowohl natürliches wie auch künstliches Licht haben einen Blauanteil, können also wach halten. Haben Sparlampen einen besonders hohen Blauanteil im Licht? Nein, nur die speziellen neutral- oder tageslichtweißen Lampen. Dr. Dirk Uhrlandt (43), stellvertretender Direktor des Leibniz-Instituts für Plasmaforschung und Technologie in Greifswald: „Warmweiße Energiesparlampen haben sogar einen etwas geringeren Blauanteil als herkömmliche Glühlampen.“ Zu Hause sollte man tagsüber Sparlampen mit höherem bläulichen Anteil, abends Lampen mit möglichst geringem Blauanteil nutzen. Link: Ratgeber Gesund